16.12.2015

Von Duplex bis Duplex-Vario

Welche Lösung ist die Richtige für mich?

Das Zielen mit Diopter und Ringkorn bietet bereits eine nahezu optimale Lösung, dennoch lassen sich selbst fast perfekte Lösungen noch weiter verbessern. In unserem Leistungssport zählt jedes Zehntel, vor allem im Finale oder beim Auflageschießen. Diese Zehntel können über Sieg und Niederlage entscheiden und da ist vor allem das Zielen eine zentrale Fehlerquelle. Treten auch nur minimale Toleranzen auf, die auf das „Verklemmen“ des Korns in der Irisöffnung zurückzuführen sind, kann statt einer 10,0 eine 9,9 dabei rauskommen.

Header Duplex VariantenWer zum Beispiel seinen Korntunnel und das Ringkorn in der Höhe oder seitlich leicht verschiebt, wird seinen Treffer ungewollt verlagern. Um diese Mängel in der Zentrierung des Korns zu vermeiden, kommt es auf die Aufmerksamkeit des Schützen an. Dieser muss sich bei jedem Schuss darauf konzentrieren das Auge jeweils genau in die Mitte der Irisöffnung zu bringen. Bei schwierigen Lichtverhältnissen oder über längere Serien geschieht dies kaum fehlerfrei.

Mit dem „Duplex“ wurde von centra und MEC eine zusätzliche Zentrierebene realisiert, um die Konzentration zu steigern und den Schützen, bzw. das Auge nicht weiter zu belasten. Der dabei entstandene Zwischenring bzw. die Zwischen-Iris warnt das Auge deutlicher, sobald eine Verlagerung auftaucht. Diesen Zwischenring zentrisch in der Ziellinie zu positionieren, auch wenn der Diopter verstellt wird, war die eigentliche Herausforderung. Entstanden ist eine X-Y-Verstelleinheit im Miniaturformat. „Technology made by MEC & centra“.

Wenn jedes Zehntel zählt, dann ist das Duplex der Geheimtipp. Die konsequente Weiterentwicklung des Duplex ist das Duplex-Vario. Der Zentrier-Ring ist jetzt variabel und individuell einstellbar.

Es stehen zwei Verstellbereiche zur Verfügung. Für Diopter mit kurzen Gegenlichtblenden, wie beispielsweise dem SPY oder dem FREE-SIGHT, wurde der Bereich 3.4 – 4.4 entwickelt. Der Bereich 3.8 – 4.8 ist für Diopter, bei denen lange Gegenlichtblenden montiert werden, wie Anschütz oder FWB. Die Größe des Zentrier-Ringes sollte idealerweise so gewählt werden, dass der Lichthof (Zwischenraum) zwischen Iris-Diopter-Öffnung und Zentrier-Ring relativ klein ist.

Kleinste Verlagerungen werden somit unmittelbar sichtbar und die Zielpräzision wird signifikant verbessert. Wird zur Lichtregulation die Iris-Diopter-Öffnung bei sich verändernden Lichtverhältnissen nachreguliert oder wird ein Filter eingeschwenkt, so kann der verstellbare Zentrier-Ring des Duplex-Vario entsprechend angepasst werden, wie bei einem verstellbaren Ringkorn. Eine Lösung, die nicht nur sehr komfortabel ist, sondern ebenfalls keine Kompromisse erfordert.

Die Alternative zu dem Zentrier-Ring, ob variabel oder als fixes Duplex-Insert, ist die „Duplex-Iris“. Mit dieser lässt sich der Raum zwischen Korntunnel und Diopterloch stufenlos variieren. Wird die Duplex-Iris soweit geschlossen, dass um den Korntunnel nur noch ein feiner Lichthof sichtbar ist, wird jeder kleinste Zielfehler sichtbar gemacht. Die Duplex-Iris wird gerne in der Halle beim Luftgewehrschießen verwendet. Für 50 m und 100 m im Freien empfehlen wir das Duplex-Vario. Der Blick auf Windfahnen und andere Informationsträger bleibt frei.

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